18.8.07

Bilder sagen mehr als tausend Worte...

Der Klassiker



Was Xavier alles tragen kann



Letzter Abend, nochmal alles geben ;)



Fein angezogen fuer das Opera Restaurant



Zweiter Mensch der auf dem Wasser laeuft








Warnschilder sind in Australien keine Seltenheit


... bereichtigter Weise


Mein Scmuddelhostel in Cairns


BBQ, ueberall kostenlose Plaetze ueber Australien verteilt, leider Gasbbq


Milch und O-Saft sind fester Bestandteil eines maennlichen Haushalts ;)




no comment



Barbekanntschaften


Free Champagne 4 all Ladies ...


Zuckerrohrplantage










Man koennte sich fast einen als pad anschaffen


Ja, er ist echt und lebt... und ja, ich habe das Photo selbst geschossen


Opfer von Vuitton und Gucci


Australian Police Part I




Fraser Island


Fast haette Dominique Xavier geschlagen ...


French dinner on the boat


Die 4x4 Busse auf Fraser Island







2.8.07

Brisbane-Cairns

Ende Juni traf meine Mutter in Autralien ein, um waehrend der naechsten 2 Wochen wieder etwas Ordnung, gesundheitsbewusstes Essen und Kultur in mein Leben zu bringen. Brisbane hatte sich als ultimative Partystadt erwiesen, was durch den mangelnden Job und die ueberschuessige Zeit noch beguenstigt wurde. Seit Dominique eintraf entdeckte ich Museen, botanische Gaerten und zahlreiche Nationalparks. Eine Ausstellung in der Brisbane Towns Hall klaerte mich ueber Captain Cook und seine Kolonisation Australiens auf, der Besuch des Lone Pine Koala Sanctuary brachte Kaengurus und Koalas naeher und das gemeinsame Kochen in meiner WG zauberte nahezu kulinarische Delikatessen auf den Tisch. Anfang Juli ging es auf einer fast 2000km langen Strecke Richtung Cairns. Noosa war die erste Station, mit einer Ananasplantage nicht besonders Sehenswert, aber durch kleiner Stadtpromenande und guter Unterkunft sehr entspannend. Fraser Island, die groesste Sandinsel der Welt, ist mit ihren endlos weissen Straenden und blauen Seen ein Muss fuer jeden Backpacker geworden. Jeden Tag fahren Scharen von Rucksacktouristen mit einem 4x4 Jeep ausgestattet auf die Insel, verbringen dort 2 Naechte im Zelt und 3 Tage in wunderbaren Seen. Einzige Herausforderung ist das Ueberleben der Dingo-Angriffe und sehr starken Stroemungen im Meer.
Zur Erklaerung: Dingo nennt sich der australische Wildhund, vom Wolf abstammend und seit Jahrhunderten ueber Australien verteilt lebend. Aus Zeitgruenden waehlten wir die Soft-Touristen-Version des Fraser Island Trips, daher ein 4x4 Gelaendebus, der im Eiltempo innerhalb eines Tages die halbe Insel abfuhr. Die Insel steht unter Naturschutz und hat keine asphaltierten Strassen, die Busse rasen mit 80-100km/h ueber den Strand! (Siehe Bilder des Strandhighways)



Bundaberg war uns den naechsten Aufenthalt wert. Wir besuchten Australiens einzige Rumbrennerei die aus den benachbarten Zuckerrohrplantagen den Bundaberg Rum destillierte. Wer die etwas unspektakulaere Fuehrung ueberstanden hatte wurde mit der Degustation des Endprodukts belohnt. Mein Urteil: Kein Wunder das Bundaberg nur 2% der gesamten Produktion nach Europa exportiert ;)



Dominique nahm ihren Rum, mit einer Wasserflasche getarnt ins Auto, da uns noch einige Kilometer bevorstanden. Als ob sie es geahnt haette wurden wir prompt von der Polizei angehalten. Ein Geschwindigkeitsexzess von sagenhaften 16 km/h kostete 150 AUD (ca. 100 EUR)... na, kommt euch etwas bekannt vor? Der Apfel faellt nicht weit vom Stamm... ;)

Ihren Vorbildcharakter hatte meine Mutter eine Stunde spaeter endgueltig verspielt. Die Gesetzeshueter erwischten uns mit 30 km/h ueber dem Limit und reagierten mit einer 350 AUD Strafe. Am nachsten Morgen folgte dann noch ein weiteres Herauswinken... zum verspaeteten Alkohltest. Was die 500 AUD Geldstrafe betrifft, nahm sich Dominique an mir ein Beispiel und ignorierte das gelbe Knoellchen.

Im Vergleich zu unseren vorherigen Unterkuenften lebten Xavier und ich waehrend der Anwesenheit meiner Mutter sehr luxurioes in Motels, Appartments und gehobenen Hostels. Nach ein paar Entspannungstagen am Strand erreichten wir schliesslich ein weiteres Highlight:
Johnstone River Crocodile Farm. Der freundlich ausgeflippte Besitzer Mike hatte uns aus ungeklaerten Gruenden fuer den heutigen Tag auf seiner Abschussliste. Nachdem er unter anderem erklaerte warum er nur Deutsche an sein 6 Meter Krokodil verfuettert (Italiener und Franzosen haben unter 60 mio Einwohner, nachdem er einen Deutschen Touristen opfert hat er kostenlose Werbung fuer seine Farm vor 80 mio Deutschen ;) ... dann ueberwand Xavier schliesslich seine Schlangenphobie und lies sich von Mike eine Schlange um den Hals legen. Diese fand seine Ohren aber interessanter und so bat Xavier um die Entfernung des Kriechtiers, worauf hin Mike prompt reagierte und die Schlange in Xaviers T-Shirt fallen lies. Erstaunlicher Weise war es Dominique die am lautesten schrie, die Schlange kroch aus dem Aermel heraus und Xaviers Schlangenphobie war gebrochen ... dank Mike dem Wunderheiler;)

Schliesslich erreichten wir Cairns, machten einen 'Must' Taucherausflug ans Great Barrier Reef und verabschiedeten schliesslich Dominique nach Sydney, wo sie noch 1 Woche die Stadt erkunden wollte. Die 2 Wochen waren wie immer in Australien wie im Flug vergangen.

Noch am selben Abend setzten wir unser Partyenthaltsamkeit ein Ende und widmeten uns waehrend der naechsten Tage der Hostel und Jobsuche. Wie auch in Brisbane verlief eher Ersteres erfolgreich, wir fanden ein Doppelzimmer mit Kuehlschrank und TV fuer sagenhafte 13 EUR die Nacht (nach Verhandlungen 4 EUR die Nacht runtergehandelt, ha) zum Vergleich kostete ein 4 Bett-Zimmer gewoehnlich 16 EUR, ohne Kuehlschrank und TV) der Jobentaeuschung steuerte mein Vater gluecklicherweise mit einem grosszuegugen Kredit entgegen. Die Zeit in Cairns verbringten wir mit Entspannung, Lernen, Feiern und zahlreichen Ausfluegen. Unter anderem in den Regenwald, an schoene Straende und wieder ans Great Barrier Reef. An alle Moechtegern-Cairns- und Reefbesucher der Ratschlag von Port Douglas aus einen Taucherausflug zu buchen, die 30 Dollar mehr sind eine lohnende Investition, denn sieht man dort nicht ein totes, sondern recht buntes Riff mit schoenen Fischen, was in Cairns von den Touristenscharen zerstoert wurde. Imsgesamt wird das Riff aber trotzdem seinem Ruf nicht gerecht, schoenere Riffe gibt es unter anderem in Indonesien.
Port Douglas ist fuer ein paar Tage lohnend, erinnert an das deutsche Sylt und ist estwas verschlafen. Auf unserem Taucherausflug begegneten wir ganzen Scharen von Aerzten, die vom internationalen Aidskongress in Sydney kamen und im Norden noch etwas Sonne tanken wollten. Die Gruppe war ueberwiegend franzoesischer Herkunft, freundlich und mit Taucherangst sehr unterhaltsam. Ein seit 20 Jahren in Frankreich lebender Deutscher war auch dabei.
Nach unserer letzten unvergesslichen Cairnsparty (Keine Nachtclubs, alles findet in Pubs und Bars statt mit grosser Tanzflaeche, meines Erachtens besser als Nightclubs!) flogen wir frueh morgens ins zivilisierte Sydney, von Palmen und Sonne zu Regen und Kaelte.

Ich wurde gerade darauf hingewiesen, dass meine Check-Out Zeit schon ueberschritten ist, muss in ein anderes luxurioeseres Hotel ziehen. Schreibe die Tage wieder und lade dann auch unzaehlige Photos hoch. Bin gerade in Thailand. Dann wieder mehr zu Sydney und meine Rueckkehr nach Thailand.

Danke an die Gruesse und den Kommentar von Malte, freue mich ueber jede Anregung;)

Bester Gruss

Alexandre

26.7.07

pas de nouvelles-bonnes nouvelles...




Meine Sauna, mein Whirlpool
Mein Schwimmbad


Meine Aussicht vom Balkon ;)


Der Wohnblock


Das Wohnzimmer mit meinem Bett auf der rechten Seite


Eingang zur Wohnung


Elisa und Charlotte in meinem Bett

Philippe und Sergio


Australische Modeausrutscher


Barbekanntschaften


Nein, keine bezahlten Taenzerinnen, sondern normale Clubbesucherinnen,
mit Geltungsbeduerfnis

Selbiges auf der Herrenseite


Barbekanntschaften


Eva, Xavier und ...


Spieleabend am Ruhetag Montag im Hostel


Katrin, ehemalige Mitschuelerin in Perth und 5000 km weiter zufaellig!
in Brisbane wiedergetroffen.

Torben und eine !Halbfranzoesin/Halbdeutsche!


Torben im Pokerfinale

BBQ in Torbens Wohnung

Brisbane Skyline


Mein Pausenpark in Perth


Nachtarbeitsplatz


Tagesarbeitsplatz mit meinen Chefs

Meine Gasteltern Yvonne und Andrew

und meine Gastgeschwister Marco und Steffi





pas de nouvelles-bonnes nouvelles...


...lautet das franzoesische Sprichwort um eine lang anhaltende Durststrecke der Neuigkeiten zu rechtfertigen. So sind mittlerweile 2 Monate vergangen, die "bonnes nouvelles" so zahlreich geworden, dass eine ausfuehrlichere Schilderung die Internetkosten mit einem umfassenden Restaurantbesuch vergleichbar werden laesst;) Daher als Kompromiss: Heute Abend KFC und hier nur das wichtigste chronologisch zusammengefasst...
Nach 3 Wochen harter Tages- und Nachtarbeit ging mein Flug nach Brisbane Anfang Juni mit gut gefuellten Taschen. Der Abschied von Freunden und Gastfamilie fiel schwer, von Stadt und Wetter dafuer um so leichter... bei einem Wintereinbruch um 18-20 Grad schienen die zahlreichen Palmen von Perth allmaehlich fehl am Platz. Ganz anders Brisbane: Die 1,6 Millionenstadt besticht mit gutem Wetter und Ausgelassenheit, treffender als in einem SpiegelOnline-Artikel laesst sich diese Stadt nicht beschreiben:


"Wer im australischen Brisbane zwei Stufen auf einmal nimmt, outet sich als Ausländer. Die vielleicht entspannteste Großstadt der Welt hat drei Unis, deren Studenten sich über ganzjährige Sonnengarantie freuen - nur Angst vor seltsamen Tieren sollte man nicht haben."

...auch ich bin in den Genuss dieser Tiere gekommen, gluecklicherweise verhinderte entweder Glas oder Zaun ein naeheres kennenlernen. Durch Zufall hatte ich das beste Partyhostel der Stadt erwischt, mitten im Fortitude Valley, dem Vergnuegungsviertel von Brisbane. Das Bunk Hostel, http://www.bunkbrisbane.com.au/ ueberzeugt durch moderne, saubere und vor allem grosse Zimmer kombiniert mit einer sehr hipp eingerichteten Bar/Nachtclub. Die Bar ist dermassen angesagt, dass nicht nur zahlreiche Backpacker jeden Abend anzutreffen sind, mindestens genauso viele Locals haben das Bunk zum feiern entdeckt. Mit einem Zimmer auf der Tanzflaechenseite war ich daher gewissermassen gezwungen mich jeden Abend dem Partyvolk anzuschliessen. Im Gegensatz zu den meisten Backpackern ueberwand ich mich den naechsten Tag nicht mit Doesen zu verbringen, sondern der Stadterkundung, Wohnungs- und Jobsuche nachzugehen. Letzteres erwies sich allerdings nicht als Leichtigkeit, so wie in vorherigen Eintraegen beschrieben. Wenn sich etwas fand, dann mindestens fuer 1-2 Monate, und das ist eigentlich auch zu wenig, "die Einarbeitung ist immer so muehsam muessen Sie wissen... usw." Klar ist es nicht gerade ein Leichtes zu erlernen wie man einen Schwamm haelt um ein Auto zu waschen. Der Sharehouse-Markt wusste noch eins draufzusetzen und gab gleich 3 Monate als Mindestgrenze an. Verzweifelt suchte ich ueber das World Wide Web nach Gleichgesinnten und fand schliesslich den Blogeintrag eines Fuendigen. Torben praesentierte auf seiner Seite das Traumobjekt eines jeden Reisenden: Im "Zentrum der City", gleich neben dem tropischen Stadtpark gelegenene Neubauwohnung mit gigantischem Schwimmbad, Whirlpool, Sauna und Fitnessbereich. Auf Nachfrage seines Erfolgsrezepts kam prompt eine freundliche Einladung zum woechentlichen BBQ auf seinem Balkon. Die groesstenteils deutsche BBQ Gemeinde (es gab sogar Bratwuerste vom deutschen Metzger, eine Delikatesse im Vergleich zur australischen Abfallbratwurst) wird von SAP gesponsert, leistet dafuer zuverlaessige Praktikantendienstleistungen und hat immer noch genug Geld am Ende des Monats uebrig um zahlreiche Ausfluege zu unternehmen. 'Neid' Doch das Schicksal hatte es auch mit mir gut gemeint, denn wenig spaeter, beim woechentlichen Pokerabend im Hostel lernte ich einen outgoing and easygoing Schweizer namens Omar aus dem franzoesischen Part kennen, der nur zwei Stockwerke unter Torben ansaessig war. Doch im Gegensatz zu Torben teilte er sich die Wohnung mit 7 statt mit 3 anderen Studenten. Er sollte zwei Tage spaeter mit einem Freund ausziehen, hatte leider schon zwei Britinnen gefunden die in sein Zimmer einziehen wuerden... ABER ich solle die anderen 8 fragen ob sie mich in ihrem Wohnzimmer auf einer Notfallmatratze schlafen lassen wuerden. Mit einem Toaster als Bestechungsobjekt unterm Arm (Omar hatte mich darauf hingewiesen dass der Alte den Geist aufgegeben hatte) zog ich also in die etwas spaerlicher eingerichtete Wohnung und gab mein Bestes einen Kolumbianer, zwei Brasilianer, zwei BrasillianerInnen, zwei EnglaenderInnen und eine Koreanerin von der Notwendigkeit meiner Anwesenheit zu ueberzeugen. Ich konnte mein Glueck kaum fassen fuer ca. 43 Euro die Woche nun auch den Luxuspool, Sauna...usw. benutzen zu duerfen, einen eigenen Kuehlschrank, Bad und sehr symphatische Mitbewohner zu haben. Zum Vergleich: Das Hostel berechnete 100 Euro pro Woche, in einem 4-Bettzimmer, mit Sharekueche, Badezimmer und ungewaermten Pool ;)
Die "Auberge Australienne" hatte einen ungewoehnlichen Charme mit ihren 8 Beowohnern aus 6 verschiedenen Laendern. Charlotte und Amie, die beiden freundlichen und hoeflichen Englaenderinnen die mir nahezu jeden Nachmittag einen Tea anboten und stets fuer einigermassen Ordnung und Sauberkeit sorgten. Philippe, der laessige und freundliche sunny boy aus Brasillien oft anzutreffen mit Sergio, dem sehr interessierten Kolumbianer, die beide in ihren Saetzen oefter "hey maan" verwendeten als andere Woerter. Alex, meine Namensvetterin, eine sehr fuersorgliche Koreanerin die mich staendig zu einem Langzeitaufenthalt in Korea ueberreden wollte. Bruna, die verantwortungsvolle Brasilianerin, die sich staendig sorgen machte ob sie in Australien zugenommen hatte (vielleicht aufgrund ihres Nachtjobs bei McDonalds). Elisa, die andere Brasillianerin, arbeitete in einem Donutgeschaeft, sehr zu unserem Vorteil, so brachte sie 2x woechentlich vorzuegliche Donuts in die WG. Und ein weiterer Sergio, ein Brasilianer, etwas zurueckhalten, hatte noch Schwierigkeiten sein Englisch zu praktizieren. Gegen 10 p.m. waren ab und zu alle gemeinsam in der Kueche anwesend, um hochbrisante Themen der WG-Politik zu diskutieren, zu kochen oder einfach nur entspannen, eine unbeschreiblich symphatische Atmosphaere.

Die Zeit in Brisbane neigte sich nach 4 Wochen dem Ende zu, naechstes Reiseziel war Cairns, 1800 km noerdlich am great barrier reef gelegen, von tropischem Klima gesegnete Stadt mit warmen Temperaturen. Meine Mutter hatte sich fuer 2 Wochen Besuch angekuendigt, mit ihr und Xavier sollte es dann per Mietwagen Richtung Norden gehen. Ob das gut gehen kann, was wir alles erlebt haben und wie die Gegenwart aussieht, dazu mehr im naechsten Eintrag binnen der naechsten 5 Tage.

Bester Gruss

Alexandre